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Viereckschanze

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(see also PELAGIOS)

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Oberbayern, München, Sauerlach, Eichenhausen

Bodendenkmal Denkmalnummer D-1-8035-0030 Viereckschanze der späten Latènezeit.

Als Viereck- oder Keltenschanze bezeichnet man die vor allem in Süddeutschland anzutreffenden Reste eines quadratischen, manchmal auch rechteckigen Areals mit umlaufendem Wall und Graben. Ihre Deutung ist noch nicht abschließend geklärt. Durch neuere Untersuchungen ist jedoch gesichert, dass manche der Viereckschanzen dauerhaft bewohnte keltische Gutshöfe oder Mittelpunkt einer ländlichen Siedlung der späten Latènezeit (2. und 1. vorchristliche Jahrhundert) waren. Andererseits ist nicht ausgeschlossen, dass die Kelten auch ihre Kultstätten mit viereckigen Einfriedungen umgaben.

Im 19. Jahrhundert wurden die Schanzen als militärische Anlagen der Römer gedeutet. Die Viereckschanzen wurden jedoch nicht von den Römern oder bewusst in der Nähe von Römerstraßen als Bollwerke gegen die Römer erreichtet, da die Römer Rätien um 15 v.Chr. eingenommen und durch den Bau von Straßen neu strukturiert haben. Die Viereckschanzen selber sind aber älter und wurden meist bereits etwa um 50 v.Chr. aufgegeben.

Auch wenn an dieser Schanze der Erhaltungszustand eher mäßig ist (und der recht brutale Holzeinschlag im Innenraum von 2017 hat das Erscheinungsbild nochmal deutlich verschlechtert) lohnt ein Besuch vor Ort, wenn man in der Gegend ist, denn hier kann man besser als an den meisten anderen Schanzen neben dem Wall auch den Außengraben gut erkennen (was m.E. den Erscheinungscharakter deutlich verändert).

 

 

Oberbayern, München, Sauerlach, Eichenhausen

Bodendenkmal Denkmalnummer D-1-8035-0030 Viereckschanze der späten Latènezeit.

Als Viereck- oder Keltenschanze bezeichnet man die vor allem in Süddeutschland anzutreffenden Reste eines quadratischen, manchmal auch rechteckigen Areals mit umlaufendem Wall und Graben. Ihre Deutung ist noch nicht abschließend geklärt. Durch neuere Untersuchungen ist jedoch gesichert, dass manche der Viereckschanzen dauerhaft bewohnte keltische Gutshöfe oder Mittelpunkt einer ländlichen Siedlung der späten Latènezeit (2. und 1. vorchristliche Jahrhundert) waren. Andererseits ist nicht ausgeschlossen, dass die Kelten auch ihre Kultstätten mit viereckigen Einfriedungen umgaben.

Im 19. Jahrhundert wurden die Schanzen als militärische Anlagen der Römer gedeutet. Die Viereckschanzen wurden jedoch nicht von den Römern oder bewusst in der Nähe von Römerstraßen als Bollwerke gegen die Römer erreichtet, da die Römer Rätien um 15 v.Chr. eingenommen und durch den Bau von Straßen neu strukturiert haben. Die Viereckschanzen selber sind aber älter und wurden meist bereits etwa um 50 v.Chr. aufgegeben.

Auch wenn an dieser Schanze der Erhaltungszustand eher mäßig ist (und der recht brutale Holzeinschlag im Innenraum von 2017 hat das Erscheinungsbild nochmal deutlich verschlechtert) lohnt ein Besuch vor Ort, wenn man in der Gegend ist, denn hier kann man besser als an den meisten anderen Schanzen neben dem Wall auch den Außengraben gut erkennen (was m.E. den Erscheinungscharakter deutlich verändert).