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Summary

Kastell Eining Kohortenkastell (import http://deutsche-limeskommission.de/)

Class:

  • Castle
  • visible
  • Exact location
(see also PELAGIOS)

Identifiers:

Nearby

Freilicht Museum Abusina

Freilicht Museum Abusina

Mansio Abusina (Eining)

Mansio Abusina (Eining)

Kastellbad Abusina (Eining)

Kastellbad Abusina (Eining)

Kastell Eining Unterfeld

Kastell Eining Unterfeld (import http://deutsche-limeskommission.de/)

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Typ/Type: Militär - Kastell - Kohortenkastell / Military - Fort

Limes: Raetischer Limes

römischer Name/Roman Name: Abusina

Provinz/Province: Raetia

Adresse/Address: 93333 Neustadt an der Donau, Deutschland

errichtet/built: 80

Untergang/Decline: 450

Siehe/See Further:

 

Beschreibung:

Um das Jahr 80 n. Chr. wurde das Kohortenkastell errichtet.

Nach dem Verlust der nördlich der Donau gelegenen Gebiete und der Reduktion der Truppenstärke von 600 Mann auf 140 Mann wurde das große Kastell aufgegeben und in der Süd-West-Ecke um 370 n. Chr. ein verstärkter Burgus errichtet. Der Vicus zog in die Mauer des verbleibenden Kastells. Hier fand man einen Stempelring mit der spiegelverkehrten Inschrift VIVAS IN DEO (Lebe in Gott). Es ist eines der ersten Zeichen des Christentums in Deutschland.

Bemerkenswert ist auch der Weihealtar von Eining:

Auf der Frontseite ist der Weihende – T. Flavius Felix, Kommandant der im Donaukastell von Eining stationierten cohors III Britannorum – beim Opfer dargestellt. Die rechte Seitenfläche zeigt den Genius der Truppe. Links ist die Göttin Fortuna wiedergegeben. Der Stein wurde laut Inschrift am 1. Dezember 211 aufgestellt.

(Zum Weihestein gibt es auch Geschichte zur Geschichte: Der Altar gehörte zu den am frühesten entdeckten römischen Funden in Bayern. Bereits 1507 wurde er von dem Humanisten und bayerischen Geschichtsschreiber, Johann Georg Turmair, genannt Aventin (1477–1534), beschrieben und abgezeichnet. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entdeckte der Laienbruder Edmund Schmid aus Kloster Weltenburg den Stein erneut – vermauert in der Sakristei der Kirche von Eining. Das Denkmal wurde 1784 nach München überführt und stand lange unbeachtet im chemischen Laboratorium der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1814 kam der Altar in das neu bezogene Antiquarium, von dort 1867 in das Bayerische Nationalmuseum und 1934 in die Prähistorische Staatssammlung. Dort wurde er durch einen Bombentreffer im April 1944 vernichtet.)

Typ/Type: Militär - Kastell - Kohortenkastell / Military - Fort

Limes: Raetischer Limes

römischer Name/Roman Name: Abusina

Provinz/Province: Raetia

Adresse/Address: 93333 Neustadt an der Donau, Deutschland

errichtet/built: 80

Untergang/Decline: 450

Siehe/See Further:

 

Beschreibung:

Um das Jahr 80 n. Chr. wurde das Kohortenkastell errichtet.

Nach dem Verlust der nördlich der Donau gelegenen Gebiete und der Reduktion der Truppenstärke von 600 Mann auf 140 Mann wurde das große Kastell aufgegeben und in der Süd-West-Ecke um 370 n. Chr. ein verstärkter Burgus errichtet. Der Vicus zog in die Mauer des verbleibenden Kastells. Hier fand man einen Stempelring mit der spiegelverkehrten Inschrift VIVAS IN DEO (Lebe in Gott). Es ist eines der ersten Zeichen des Christentums in Deutschland.

Bemerkenswert ist auch der Weihealtar von Eining:

Auf der Frontseite ist der Weihende – T. Flavius Felix, Kommandant der im Donaukastell von Eining stationierten cohors III Britannorum – beim Opfer dargestellt. Die rechte Seitenfläche zeigt den Genius der Truppe. Links ist die Göttin Fortuna wiedergegeben. Der Stein wurde laut Inschrift am 1. Dezember 211 aufgestellt.

(Zum Weihestein gibt es auch Geschichte zur Geschichte: Der Altar gehörte zu den am frühesten entdeckten römischen Funden in Bayern. Bereits 1507 wurde er von dem Humanisten und bayerischen Geschichtsschreiber, Johann Georg Turmair, genannt Aventin (1477–1534), beschrieben und abgezeichnet. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entdeckte der Laienbruder Edmund Schmid aus Kloster Weltenburg den Stein erneut – vermauert in der Sakristei der Kirche von Eining. Das Denkmal wurde 1784 nach München überführt und stand lange unbeachtet im chemischen Laboratorium der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1814 kam der Altar in das neu bezogene Antiquarium, von dort 1867 in das Bayerische Nationalmuseum und 1934 in die Prähistorische Staatssammlung. Dort wurde er durch einen Bombentreffer im April 1944 vernichtet.)