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Locatie:

  • Duitsland, Mühlthal
  • geo:47.894501,12.148686
  • Locatie ± 100-500 m.

Period or year:

  • 150? / unknown

Classificatie:

  • Fort
  • Niet zichtbaar

Identifiers:

  • vici:place=18177

Annotaties

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Zu sehen gibt es vor Ort für Römertouristen nichts ... (die unterschiedlichen Seiten im Bürgerkrieg finden Erwähnung in den Infotafeln in Langenpfrunzen)

1985 wurde oberhalb des Mithräum auf der Hochfläche durch Luftbildaufnahmen eine größere römische Wehranlage entdeckt. Laut M. Pietsch wurde über die aerchäologische Staatsammlung München in einer eintägigen Erkundungsgrabung festgestellt, dass es sich um ein nur kurzfristg genutztes Kastell ohne Innenbebauung handelt. Gerade dieser Befund macht die Anlage besonders interessant:

Nach dem Tod Neros 68 n.Chr. kam es im römischen Imperium zu einem Bürgerkrieg um die Nachfolge, dabei unterstützte Porcius Septimus, Statthalter der Provinz Raetia Vitellius, Noricum aber Otho. Hierzu schreibt Tacitus (Hist. 3,5,2); es schickte der norische Statthalter Sextilius Felix die Ala Auriana und 8 Kohorten norische Auxilar um das Ufer des Inn als Provinzgrenze zu sichern. Hierzu wäre diese Stelle oberhalb der Brücke taktisch ideal ausgewählt, dann wären hier etwa 500 Reiter und über 3000 Fußsoldaten stationiert gewesen.

(Anmerkung: Sowohl Vitellius als auch Otho wurden im Laufe des Bürgerkriegs ermordet - beide Provinzen schlugen sich dann auf Verspasians Seite, so dass es hier wohl keine größeren Gefechte Römer gegen Römer gegeben haben dürfte).

 

Dr. M. Pietsch, Ein neues römisches Lager am Innübergang bei Mühltal, in: Das Archäologische Jahr in Bayern, 1995, S. 99 ff
Luftaufnahmen zeigen östlich von Mühltal auf der Hochkante zwei Ecken eines römischen Lagers mit 360 mal 130 m, welche landeinwärts liegen. An der Steilkante können keine Ecken nachgewiesen werden. Grabungen unter Aufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben ergeben den Befund eines Doppelgrabensystems von 30 mal 20 m. Im Profil zeigt sich der Graben in typischer römischer Form, in Spitzwinkel zu 54° gegraben, wobei der äußere Graben seine Spitze in 0,80 m hat und 2m Oberflächenweite misst hat, der innere 1,20 m tief ist, und eine Öffnung oben von 2,50 m hat.

Zu sehen gibt es vor Ort für Römertouristen nichts ... (die unterschiedlichen Seiten im Bürgerkrieg finden Erwähnung in den Infotafeln in Langenpfrunzen)

1985 wurde oberhalb des Mithräum auf der Hochfläche durch Luftbildaufnahmen eine größere römische Wehranlage entdeckt. Laut M. Pietsch wurde über die aerchäologische Staatsammlung München in einer eintägigen Erkundungsgrabung festgestellt, dass es sich um ein nur kurzfristg genutztes Kastell ohne Innenbebauung handelt. Gerade dieser Befund macht die Anlage besonders interessant:

Nach dem Tod Neros 68 n.Chr. kam es im römischen Imperium zu einem Bürgerkrieg um die Nachfolge, dabei unterstützte Porcius Septimus, Statthalter der Provinz Raetia Vitellius, Noricum aber Otho. Hierzu schreibt Tacitus (Hist. 3,5,2); es schickte der norische Statthalter Sextilius Felix die Ala Auriana und 8 Kohorten norische Auxilar um das Ufer des Inn als Provinzgrenze zu sichern. Hierzu wäre diese Stelle oberhalb der Brücke taktisch ideal ausgewählt, dann wären hier etwa 500 Reiter und über 3000 Fußsoldaten stationiert gewesen.

(Anmerkung: Sowohl Vitellius als auch Otho wurden im Laufe des Bürgerkriegs ermordet - beide Provinzen schlugen sich dann auf Verspasians Seite, so dass es hier wohl keine größeren Gefechte Römer gegen Römer gegeben haben dürfte).

 

Dr. M. Pietsch, Ein neues römisches Lager am Innübergang bei Mühltal, in: Das Archäologische Jahr in Bayern, 1995, S. 99 ff
Luftaufnahmen zeigen östlich von Mühltal auf der Hochkante zwei Ecken eines römischen Lagers mit 360 mal 130 m, welche landeinwärts liegen. An der Steilkante können keine Ecken nachgewiesen werden. Grabungen unter Aufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege haben ergeben den Befund eines Doppelgrabensystems von 30 mal 20 m. Im Profil zeigt sich der Graben in typischer römischer Form, in Spitzwinkel zu 54° gegraben, wobei der äußere Graben seine Spitze in 0,80 m hat und 2m Oberflächenweite misst hat, der innere 1,20 m tief ist, und eine Öffnung oben von 2,50 m hat.


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