Der Wachturm wurde vermutlich ebenfalls von der mittleren Kaiserzeit bis in die Spätantike genutzt. Er diente zur Überwachung des Donauabschnittes flussaufwärts Richtung Rossgraben als auch flussabwärts, Seine Besatzungstruppe ist unbekannt, wahrscheinlich wurde sie ebenfalls aus dem KK Schlögen abkommandiert. Die Turmstelle befindet sich etwas weiter westlich in der Schlögener Schlinge (Kobling-See), am südlichsten Punkt der letzten Biegung des Flusslaufes. Das Areal wurde durch den Stausee des Donaukraftwerkes Aschach komplett überflutet. Die Anlage wurde erstmals 1838 vom Grabungsverein Schlögen untersucht. In der Pfarrchronik von Haibach werden dies als Ausgrabung auf dem Grundstück des Seewirtes, Haus See Nr. 5, erwähnt. Die dabei aufgedeckten Mauerzüge sollen denen im Rossgraben sehr ähnlich gewesen sein.
Wachturm Kobling-See ( Haibach ob der Donau)
Kobling-See, Haibach ob der Donau
Nahegelegene Fundstellen
-
Haibach a.d. Donau
Gemeinde in OÖ. -
Wachtturm Kobling-Rossgraben
Grenzsicherungsanlage am norischen Limes. -
Kleinkastell Schlögen (Ioviacum)
Kleinkastell am norischen Limes. -
Porta principalis sinistra
Westtor des Kleinkastell Schlögen.