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Location

  • Germany, Oppenheim
  • geo:49.864414,8.352337

Period or year

  • not yet provided

Classification

  • baths
  • Visible

Identifiers

Sironabad

data access 7995

Im Jahr 1802 entdeckte man unweit des Rheinufers an der Landstraße nach Oppenheim die Reste eines römischen Quellenheiligtums, die der Militärstation Buconica zugeordnet wurden.

Der belgische Kaufmann Martin van der Velden pachtete das Gelände, ließ die insgesamt vier Quellen (zwei Süßwasserquellen sowie zwei mineralhaltige Quellen, davon eine mit vergleichbaren Inhaltsstoffen wie die am Südhang des Taunus bei Weilbach gelegene anerkannte Heilquelle) in einer überdachten, hochwassergeschützten Trinkanlage fassen und verkaufte das Wasser in Deutschland, Belgien, Holland und sogar in Großbritannien.

Bei den Aufräumarbeiten kam neben der römischen Quellfassung ein Votivaltar zu Tage, den eine römische Offizierstochter Julia Frontina zum Dank für eine Heilung der keltischen Quell- und Heilgöttin Sirona und dem Apollo gestiftet hatte.

Man fand außerdem ein Steinbecken mit inzwischen über die lange Zeit in Gips eingeschlossenen Münzen, die jedoch keine Gebrauchsspuren aufwiesen und offenbar von Geheilten in die Quelle gelegt worden waren. Die Prägungen stammten aus den Regierungszeiten der römischen Kaiser Domitian (86), Nerva (98), Trajan (100 und 112), Hadrian (118 und 119), Antoninus Pius (145), Gordianus III. (239–244), Otacilia Severa, der Frau des Kaisers Philippus Arabs (244-249) und von Postumus (267). Daraus kann man schließen, dass die Heilquelle von den Römern mindestens vom 2. bis ins 3. Jahrhundert genutzt wurde1.

References

  1. ↑ Wikipedia: Sironabad

Relevant museums

Nearby sites

Use and reuse

Creators: Entry created by Voorburg, R.J.J. (2012-07-19) , with possible contributions by others. CC BY-SA 4.0, metadata CC-0.
Persistent URI: https://vici.org/vici/7995
Data downloads: KML, RDF
Suggested citation: Voorburg, R.J.J. , Sironabad. https://vici.org/vici/7995, accessed 2026-11-05.