Vici.org

Umgebung:

KastellbadKastell IrgenhausenOttenhausen, Seegräben

Lage:

  • Schweiz, Pfäffikon
  • geo:47.358204,8.792585
  • Genaue Lage

Period or year:

  • 370 / 400

Klassification:

  • Kastell
  • Sichtbar

Anmerkungen

Das Kastell hatte einen quadratischen, an der Nord- und Westecke leicht verzogenen Grundriss um das unebene Terrain des Hügels auszugleichen. Die Kastellmauer umschloss ein Areal von 60 × 61 Metern Seitenlänge (0,366 Hektar). Es hatte große Ähnlichkeit mit Kastellen im Orient, wie z. B. das bei Muhatet el Haddsch, an der via Traiana, südlich der Nabatäerstadt Petra, dem Kleinkastell Gasr Bularkan im Hinterland des libyschen Limes Tripolitanus, dem von Schaan im benachbarten Liechtenstein, Aying in Bayern und Bregenz (Brigantium) in Österreich. Die Umfassungsmauer hatte eine Stärke von circa 1,90 m, die Höhe ist unbekannt. Sie war aus unbehauenen Feldsteinen (Kieseln), mit gelegentlicher Beigabe von Ziegeln, in Opus spicatum-Technik (Fischgrätmuster) aufgebaut. Ihr Kern bestand aus vermörtelten, in Schichten verlegten Bruchsteinen (Gussmauerwerk). Durchbrochen wurde sie – neben dem Osttor – zusätzlich von drei, 1,5–1,6 m breiten, Nebenpforten. Eine befand sich südlich des westlichen Mittelturmes, die zweite östlich des nördlichen Eckturmes und die dritte östlich des südlichen Mittelturmes. An allen vier Seiten fanden sich auch 0,40 × 0,25 m große Mauerschlitze (je einer zwischen Eck- und Mittelturm) die von innen nach außen verengten. Vermutlich dienten sie zur Ableitung des Regenwassers oder als Belüftung bzw. Lichtspender der Innenbauten. Die Mauer wurde durch vier quadratische Ecktürme, einen Torturm auf der Südostseite und drei kleineren Mitteltürmen in der Mitte der Nord-, West- und Südfront verstärkt. Die Seitenlängen der Ecktürme betrugen 8 × 8 m, die der Mitteltürme 6 × 6 m. Ihre Außenmauern hatten eine Stärke von 1,40–1,50 m, an der Innenseite jedoch nur 1,10–1,15 m. Die Ecken bestanden aus größeren, viereckig zugehauenen Tuffsteinblöcken. Alle verfügten an ihrer Innenseite über 1,10–1,40 m breite Eingänge mit betonierten Schwellen. Beim Nord- und Westeckturm befanden sie sich an der Kurtine der Westfront, beim Süd- und Osteckturm an der Ostfront. An den Mitteltürmen lag er jeweils genau in der Mitte. Am besten erhalten war die Pforte des westlichen Eckturms.

 

Siehe:

Irgenhausen, Pfäffikon (ZH)


In der Nähe

vermutetes Kastellbad

Kastellbad – Irgenhausen

Kastell Irgenhausen

Kastell Irgenhausen

Ottenhausen, Seegräben (2 km)

Ottenhausen, Seegräben