Die 1964 ausgegrabene Turmstelle lag in der Flur Platten, etwa 2,1 km SO der Ortsmitte von Kochendorf auf einem Getreidefeld. Die Ausgrabung wies ein durch Pflugtätigkeiten schon stark zerstörtes, quadratisches Steinturmfundament von 8,2 m Seitenlänge nach. Die Mauer bestand aus Schalenmauerwerk, ihre Stärke betrug etwa 1,5 m.
1991 wurde die Turmstelle durch Jörg Biel erneut untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Steinturm von einem quadratisch verlaufenden Graben mit einer Seitenlänge von elf Metern und einer Tiefe von nur 20 cm umgeben war. An seiner östlichen Seite war der Graben auf einer Breite von einem Meter unterbrochen.
Ferner konnte nördlich des Steinturms ein Holzturm lokalisiert werden. Seine Eckpfosten standen in einer quadratischen Anordnung von 5,5 m Seitenlänge. Umgeben war der Holzturm von einem 15,50 m durchmessenden Kreisgraben von 0,6 m bis 1,5 m Breite und bis zu 0,6 m Tiefe. An einigen Stellen war der Graben mit Brandschutt gefüllt, was darauf hinweist, dass der Holzturm mindestens ein mal abgebrannt ist. Knapp außerhalb des Grabens wurde eine einfache Feuerstelle lokalisisert.
Localisation:
- Allemagne, Amorbach
- geo:49.212502,9.240278
- Précision ± 5-25 m.
Classification:
- Tour de guet
- Invisible
Identificateurs:
- vici:place=11806
Annotations
Die 1964 ausgegrabene Turmstelle lag in der Flur Platten, etwa 2,1 km SO der Ortsmitte von Kochendorf auf einem Getreidefeld. Die Ausgrabung wies ein durch Pflugtätigkeiten schon stark zerstörtes, quadratisches Steinturmfundament von 8,2 m Seitenlänge nach. Die Mauer bestand aus Schalenmauerwerk, ihre Stärke betrug etwa 1,5 m.
1991 wurde die Turmstelle durch Jörg Biel erneut untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Steinturm von einem quadratisch verlaufenden Graben mit einer Seitenlänge von elf Metern und einer Tiefe von nur 20 cm umgeben war. An seiner östlichen Seite war der Graben auf einer Breite von einem Meter unterbrochen.
Ferner konnte nördlich des Steinturms ein Holzturm lokalisiert werden. Seine Eckpfosten standen in einer quadratischen Anordnung von 5,5 m Seitenlänge. Umgeben war der Holzturm von einem 15,50 m durchmessenden Kreisgraben von 0,6 m bis 1,5 m Breite und bis zu 0,6 m Tiefe. An einigen Stellen war der Graben mit Brandschutt gefüllt, was darauf hinweist, dass der Holzturm mindestens ein mal abgebrannt ist. Knapp außerhalb des Grabens wurde eine einfache Feuerstelle lokalisisert.
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