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In dem Garten des Hauses Eichenstraße Nr. 11, (heute Pappelstraße) lag am 1. Mai 1925 der Innenraum eines römischen Landhauses frei. Im Innern des Raumes lag ein Ziegelstrich, d.h. ein zu harter Masse gestampftes Gemenge aus kleinen Steinen, zerschlagenen Ziegelstücken, Sandund Kalk mit geglätteter Oberseite. Von der Bedachung fanden sich die so genannten Flachziegel mit senkrechten Falzen an den Längsseiten (Tegulae) und die halbzylinderförmigen so genannten Hochziegel
(lmbrices). Die Räume des Gutshofes waren z.T. mit Heizung versehen. Von dem Ofenraum zog die warme Luft unter dem Zimmerfußboden her, der von kleinen Säulchen getragen wurde, und stieg dann in den Seitenwänden aufwärts. In den Seitenwänden waren ähnlich unseren Schornsteinen Tonrohre eingebaut. Durch diese entwich die
warme Luft unter dem Dache. Das Ganze war also eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Zentralluftheizung. Vom Hausrat wurden u. a. gefunden Reste von Riebschüsseln zur Bereitung des Brotmehles, Bruchstücke eines großen Aufbewahrungsbehältersin Form eines bauchigen Tonfasses und Reste weißer Tonkrüge.
Einige Tage nach dieser Entdeckung fand man etwa 40 m westlich von dem Landhaus in einem anstoßenden Garten in der Eichenstraße (heute Pappelstraße) bei der Anlage eines Gartenweges zwei schwere Steinkisten aus Nievelsteiner Sandstein. Sie sind etwa 80 cm lang, 40 cm hoch. Als Deckel diente ein 32 cm dicker Sandsteinblock.
Es handelt sich wohl um zwei Kindergräber, worauf auch die Reste von Knochen und Knöchelchen hinweisen, die im Inneren der Sarkophage gefunden wurden. Als Beigabe fand man eine kreisrunde, weißlich
grüne Glasscherbe, die offenbar der Fuß eines Gefäßes war, ferner ein Teil eines Glasfläschchens von eigenartig plattbäuchiger Gestalt mit Hals. Daneben waren kleine Stücke eines bläulich grünen Glasfußesvorhanden. In einiger Entfernung davon hob man außerdem Asche und Knochenreste, die anscheinend von einer Verbrennung übrig geblieben waren. Es könnte sich hier vielleicht um dasBrandgrab eines Dieners oder Sklaven handeln. An der Fundstelle wurden mehrere wohlerhaltene Gefäße und Urnen, im ganzen zwölf Teile, geborgen, darunter zwei schön erhaltene Glasschüsseln. Dieses Gräberfeld ist unzweifelhaft als die Begräbnisstätte der Bewohner des römischen Landhauses anzusprechen.
Die Alsdorfer Funde gehören dem 3. Jahrhundert an. Zu dieser Zeit war die Bevölkerung unserer Heimat noch heidnisch. Man pflegte die Toten zu verbrennen. Der Verstorbene wurde mit Kleidern und Schmuck auf einen Scheiterhaufen gelegt; die Überreste übergab man der Erde, indem man noch Gefäße mit Opfergaben beifügte, nämlich Speisen und Getränke. Daher auch die Schüsseln als Beigaben. SeIten fehlten Münzen, damit die Seele dem Fährmann die Überfahrt über den Fluß der Unterwelt bezahlen könnte. Auch unter den Alsdorfer Funden befanden sich einige Münzen. Ihre abgenutzte Prägung ließ keine genaue Zeitbestimmung zu.
In dem Garten des Hauses Eichenstraße Nr. 11, (heute Pappelstraße) lag am 1. Mai 1925 der Innenraum eines römischen Landhauses frei. Im Innern des Raumes lag ein Ziegelstrich, d.h. ein zu harter Masse gestampftes Gemenge aus kleinen Steinen, zerschlagenen Ziegelstücken, Sandund Kalk mit geglätteter Oberseite. Von der Bedachung fanden sich die so genannten Flachziegel mit senkrechten Falzen an den Längsseiten (Tegulae) und die halbzylinderförmigen so genannten Hochziegel
(lmbrices). Die Räume des Gutshofes waren z.T. mit Heizung versehen. Von dem Ofenraum zog die warme Luft unter dem Zimmerfußboden her, der von kleinen Säulchen getragen wurde, und stieg dann in den Seitenwänden aufwärts. In den Seitenwänden waren ähnlich unseren Schornsteinen Tonrohre eingebaut. Durch diese entwich die
warme Luft unter dem Dache. Das Ganze war also eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Zentralluftheizung. Vom Hausrat wurden u. a. gefunden Reste von Riebschüsseln zur Bereitung des Brotmehles, Bruchstücke eines großen Aufbewahrungsbehältersin Form eines bauchigen Tonfasses und Reste weißer Tonkrüge.
Einige Tage nach dieser Entdeckung fand man etwa 40 m westlich von dem Landhaus in einem anstoßenden Garten in der Eichenstraße (heute Pappelstraße) bei der Anlage eines Gartenweges zwei schwere Steinkisten aus Nievelsteiner Sandstein. Sie sind etwa 80 cm lang, 40 cm hoch. Als Deckel diente ein 32 cm dicker Sandsteinblock.
Es handelt sich wohl um zwei Kindergräber, worauf auch die Reste von Knochen und Knöchelchen hinweisen, die im Inneren der Sarkophage gefunden wurden. Als Beigabe fand man eine kreisrunde, weißlich
grüne Glasscherbe, die offenbar der Fuß eines Gefäßes war, ferner ein Teil eines Glasfläschchens von eigenartig plattbäuchiger Gestalt mit Hals. Daneben waren kleine Stücke eines bläulich grünen Glasfußesvorhanden. In einiger Entfernung davon hob man außerdem Asche und Knochenreste, die anscheinend von einer Verbrennung übrig geblieben waren. Es könnte sich hier vielleicht um dasBrandgrab eines Dieners oder Sklaven handeln. An der Fundstelle wurden mehrere wohlerhaltene Gefäße und Urnen, im ganzen zwölf Teile, geborgen, darunter zwei schön erhaltene Glasschüsseln. Dieses Gräberfeld ist unzweifelhaft als die Begräbnisstätte der Bewohner des römischen Landhauses anzusprechen.
Die Alsdorfer Funde gehören dem 3. Jahrhundert an. Zu dieser Zeit war die Bevölkerung unserer Heimat noch heidnisch. Man pflegte die Toten zu verbrennen. Der Verstorbene wurde mit Kleidern und Schmuck auf einen Scheiterhaufen gelegt; die Überreste übergab man der Erde, indem man noch Gefäße mit Opfergaben beifügte, nämlich Speisen und Getränke. Daher auch die Schüsseln als Beigaben. SeIten fehlten Münzen, damit die Seele dem Fährmann die Überfahrt über den Fluß der Unterwelt bezahlen könnte. Auch unter den Alsdorfer Funden befanden sich einige Münzen. Ihre abgenutzte Prägung ließ keine genaue Zeitbestimmung zu.