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Location:

  • Germany, Marsberg
  • geo:51.45438,8.851246
  • Location uncertain

Period or year:

  • 15 / 16

Class:

  • Site of historic event
  • invisible

Identifiers:

  • vici:place=49120

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Die Eresburg als Grenzburg der Cherusker und Festung des Segestes gilt als Ort, wo dieser 15/16 n.Chr. seine Tochter Thusnelda ( die Frau des Armenius der den Römern im Jahre 9 n. Chr. in der Varusschlacht eine ihrer verheerendsten Niederlagen beibrachte) gefangen gehalten haben soll.

Gegen Ende des Jahres 14 oder zu Anfang des Jahres 15 entführte Arminius die Tochter des den Römern nahestehenden cheruskischen Gaugrafen Segestes und heiratete sie. Dies verschärfte die Spannungen zwischen den beiden Familien und führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Dabei gelang es Segestes wohl, laut eigenem Zeugnis, Arminius in seine Gewalt zu bringen und ihn einige Zeit gefangen zu halten. Arminius kam schließlich wieder frei (auf welche Weise ist nicht bekannt), aber Thusnelda ging nicht zu ihrem Vater zurück. Dieser ließ sie daraufhin im Jahre 15 entführen – sie war inzwischen im fortgeschrittenen Zustand der Schwangerschaft – und auf seinen befestigten Gaugrafensitz, die Eresburg bei Obermarsberg bringen. Arminius belagerte Segestes dort, ohne jedoch Erfolg zu haben. Es gelang Segestes, eine Gesandtschaft zu den Römern in Köln oder Xanten zu schicken, woraufhin Germanicus in das Gebiet der Cherusker einmarschierte und den Belagerungsring um Segestes sprengte. Segestes übergab Thusnelda an Germanicus, der sie nach Ravenna bringen ließ. In Gefangenschaft gebar sie Arminius’ Sohn Thumelicus.

Am 26. Mai 17 wurden Thusnelda und Thumelicus im Triumphzug, der zu Ehren des Germanicus in Rom stattfand, als Trophäen mitgeführt. Ihr Vater Segestes, der von Germanicus einen sicheren Wohnsitz auf dem linken Rheinufer erhalten hatte, wohnte diesem Schauspiel als Ehrengast bei.

Die Eresburg als Grenzburg der Cherusker und Festung des Segestes gilt als Ort, wo dieser 15/16 n.Chr. seine Tochter Thusnelda ( die Frau des Armenius der den Römern im Jahre 9 n. Chr. in der Varusschlacht eine ihrer verheerendsten Niederlagen beibrachte) gefangen gehalten haben soll.

Gegen Ende des Jahres 14 oder zu Anfang des Jahres 15 entführte Arminius die Tochter des den Römern nahestehenden cheruskischen Gaugrafen Segestes und heiratete sie. Dies verschärfte die Spannungen zwischen den beiden Familien und führte zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Dabei gelang es Segestes wohl, laut eigenem Zeugnis, Arminius in seine Gewalt zu bringen und ihn einige Zeit gefangen zu halten. Arminius kam schließlich wieder frei (auf welche Weise ist nicht bekannt), aber Thusnelda ging nicht zu ihrem Vater zurück. Dieser ließ sie daraufhin im Jahre 15 entführen – sie war inzwischen im fortgeschrittenen Zustand der Schwangerschaft – und auf seinen befestigten Gaugrafensitz, die Eresburg bei Obermarsberg bringen. Arminius belagerte Segestes dort, ohne jedoch Erfolg zu haben. Es gelang Segestes, eine Gesandtschaft zu den Römern in Köln oder Xanten zu schicken, woraufhin Germanicus in das Gebiet der Cherusker einmarschierte und den Belagerungsring um Segestes sprengte. Segestes übergab Thusnelda an Germanicus, der sie nach Ravenna bringen ließ. In Gefangenschaft gebar sie Arminius’ Sohn Thumelicus.

Am 26. Mai 17 wurden Thusnelda und Thumelicus im Triumphzug, der zu Ehren des Germanicus in Rom stattfand, als Trophäen mitgeführt. Ihr Vater Segestes, der von Germanicus einen sicheren Wohnsitz auf dem linken Rheinufer erhalten hatte, wohnte diesem Schauspiel als Ehrengast bei.


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This object was added by Kai G. on 2018-02-04. Last update by René Voorburg on 2018-07-03. Persistent URI: http://vici.org/vici/49120 . Download as RDF/XML, KML.
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