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Bayern-Viewer Denkmal D-1-8432-0029
Lange galt der Döttenbichl als Schauplatz der ersten römisch-rätischen Schlacht auf bayrischem Boden des Alpenfeldzugs des Drusus & Tiberius 15 v.Chr. Hunderte von Sandalennägeln und Pfeilspitzen sowie Pugio-Dolche, Pila-Wurfspieße und leichte Katapultmunition deuten auf Gefechtsaktivitäten römischer Legionäre hin. Berühmt sind insbesondere der Silberdolch mit dem Namen C. ANTONIVS FECIT und die Katapultspitze der LEG XIX (die 9 n.Chr. in der Varusschlacht aufgerieben und nie wieder aufgestellt wurde). Vor Ort fällt auch heute noch sofort die besondere strategische Lage in diesem Engpass zwischen Ettal und Oberammergau auf!
Neuere Funde zeigen, dass der Döttenbichl von etwa 100 v.Chr. bis 50 n.Chr. ein keltischer Kultplatz war (vor Ort reicht ein Blick zum Kofel um zu erkennen warum), es wurden hunderte weiterer keltischer Funde wie Fiebeln, Messer usw. gemacht. Somit wäre es möglich, dass das Gefecht nicht direkt hier sondern in der Nähe stattgefunden hat und die römischen Gegenstände erst später als Lesefunde hier von den Rätern 'geopfert' wurden.
Meines Erachtens spricht der keltische Kultplatz nicht gegen ein Gefecht vor Ort, im Gegenteil der Kultplatz könne die Erklärung sein, warum die Römer so weit von ihrer Hauptroute über Garmisch-Partenkirchen abgewichen sind. Ggf. war der Döttenbichl ein strategisches Ziel als 'Strafaktion' oder 'Überlegenheitsdemonstration' gegen die wiederständischen Räter? (Achtung: Privatmeinung ohne Beleg!)
Vor Ort gibt es einen kleinen Rundweg mit ein paar Infotafeln (den man sehr gut mit dem 'Grottenweg' kombinieren kann, der auch auf vorgeschichtliche, keltische und mittelalterliche Steinritzungen aufmerksam macht). Für weitergehende Infomationen und die Besichtigung der Funde sei ein Besuch im Museum Oberammergau empfohlen.
Bayern-Viewer Denkmal D-1-8432-0029
Lange galt der Döttenbichl als Schauplatz der ersten römisch-rätischen Schlacht auf bayrischem Boden des Alpenfeldzugs des Drusus & Tiberius 15 v.Chr. Hunderte von Sandalennägeln und Pfeilspitzen sowie Pugio-Dolche, Pila-Wurfspieße und leichte Katapultmunition deuten auf Gefechtsaktivitäten römischer Legionäre hin. Berühmt sind insbesondere der Silberdolch mit dem Namen C. ANTONIVS FECIT und die Katapultspitze der LEG XIX (die 9 n.Chr. in der Varusschlacht aufgerieben und nie wieder aufgestellt wurde). Vor Ort fällt auch heute noch sofort die besondere strategische Lage in diesem Engpass zwischen Ettal und Oberammergau auf!
Neuere Funde zeigen, dass der Döttenbichl von etwa 100 v.Chr. bis 50 n.Chr. ein keltischer Kultplatz war (vor Ort reicht ein Blick zum Kofel um zu erkennen warum), es wurden hunderte weiterer keltischer Funde wie Fiebeln, Messer usw. gemacht. Somit wäre es möglich, dass das Gefecht nicht direkt hier sondern in der Nähe stattgefunden hat und die römischen Gegenstände erst später als Lesefunde hier von den Rätern 'geopfert' wurden.
Meines Erachtens spricht der keltische Kultplatz nicht gegen ein Gefecht vor Ort, im Gegenteil der Kultplatz könne die Erklärung sein, warum die Römer so weit von ihrer Hauptroute über Garmisch-Partenkirchen abgewichen sind. Ggf. war der Döttenbichl ein strategisches Ziel als 'Strafaktion' oder 'Überlegenheitsdemonstration' gegen die wiederständischen Räter? (Achtung: Privatmeinung ohne Beleg!)
Vor Ort gibt es einen kleinen Rundweg mit ein paar Infotafeln (den man sehr gut mit dem 'Grottenweg' kombinieren kann, der auch auf vorgeschichtliche, keltische und mittelalterliche Steinritzungen aufmerksam macht). Für weitergehende Infomationen und die Besichtigung der Funde sei ein Besuch im Museum Oberammergau empfohlen.