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Location:

  • Germany, Berkach
  • geo:49.902092,8.480512
  • Location ± 0-5 m.

Class:

  • Castle
  • visible

Identifiers:

  • vici:place=13475

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Im Jahre 70 – 75 nach Chr. befestigten die Römer ihre Grenze rechts des Rheines, die durch unsere Heimat von Mainz kommend über Groß-Gerau nach Gernsheim führte. Um diese Grenze noch zuverstärken, wurde in unmittelbarer Nähe von Berkach, in der Groß-Gerauer Gemarkung "Auf Esch" westlich der jetzigen Fasanerie, ein Kastell (befestigtes römisches Truppenlager) erbaut. Zu diesem Zwecke gruben die Römer durch das alte Neckarbett, das Berkach, auch heute noch erkennbar, in einer großen Schleife umgibt und das damals ein großes Sumpfgebiet war, einen Kanal zur Schwarzbach. Auf diesem Kanal brachten sie das Baumaterial für das Kastell heran. Die Maße dieses Kastells betrugen, in der Länge 149 m, in der Breite 129 m, die Mauerstärke betrug 2 m. Der gesamte Komplex wurde von zwei Gräben die eine Tiefe von 2 m aufwiesen und parallel zueinander verliefen, umgeben. Diese genauen Angaben entstammen den Vermessungen, die bei den Ausgrabungsarbeiten in den 20er bzw. 30er Jahren stattfanden. Bei diesen Ausgrabungen wurde neben Gebrauchsgegenständen der damaligen Zeit auch das Siegel der 14. römischen Legion gefunden. Unmittelbar an das Kastell schloß sich ein Lagerdorf an. Dieses Dorf erstreckte sich auf einen Teil der Fläche des heutigen Berkach. Durch das Anwesen Lochmann, Hauptstraße 19, führte die Lagerdorfstraße. Große Mengen von Bauresten, Brandschutt, große eiserne Nägel, Reste von Gefäßen, Mühlsteine, Münzen usw., weisen darauf hin, daß zu beiden Seiten dieser Straße Häuser (vermutlich Fachwerkbauten) standen. Die Bewohner dieser Häuser waren zum größten Teil altgediente Soldaten, die hier seßhaft wurden und deren Aufgabe darin bestand, die Besatzungen des Kastells mit Lebensmittel zu versorgen. Aus diesem Grunde muß zu dieser Zeit schon Ackerbau betrieben worden sein. In unmittelbarer Nähe des Kastells lagen zwei wichtige Kreuzungspunkte zweier Straßen. Es handelte sich um die Römerstraße, die von Nierstein nach Dieburg führte, und um die "Steinerne Straße", die von Mainz in den südlichen Odenwald führte. Diese Straßen führten auch durch den Neckarsumpf. Zu diesem Zwecke baute man Pfahlstraßen, die aus senkrecht in den Sumpf gerammten Pfählen, die mit waagerecht aufgelegten Stämmen verbunden wurden, bestanden. Im Jahre 375 nach Chr. gaben die Römer das Kastell auf und zogen ab.

* http://www.berkach.de/neu/?page=hist

* http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/39950525/die-roemer-im-hessischen-ried_fofra_1-12.pdf

Im Jahre 70 – 75 nach Chr. befestigten die Römer ihre Grenze rechts des Rheines, die durch unsere Heimat von Mainz kommend über Groß-Gerau nach Gernsheim führte. Um diese Grenze noch zuverstärken, wurde in unmittelbarer Nähe von Berkach, in der Groß-Gerauer Gemarkung "Auf Esch" westlich der jetzigen Fasanerie, ein Kastell (befestigtes römisches Truppenlager) erbaut. Zu diesem Zwecke gruben die Römer durch das alte Neckarbett, das Berkach, auch heute noch erkennbar, in einer großen Schleife umgibt und das damals ein großes Sumpfgebiet war, einen Kanal zur Schwarzbach. Auf diesem Kanal brachten sie das Baumaterial für das Kastell heran. Die Maße dieses Kastells betrugen, in der Länge 149 m, in der Breite 129 m, die Mauerstärke betrug 2 m. Der gesamte Komplex wurde von zwei Gräben die eine Tiefe von 2 m aufwiesen und parallel zueinander verliefen, umgeben. Diese genauen Angaben entstammen den Vermessungen, die bei den Ausgrabungsarbeiten in den 20er bzw. 30er Jahren stattfanden. Bei diesen Ausgrabungen wurde neben Gebrauchsgegenständen der damaligen Zeit auch das Siegel der 14. römischen Legion gefunden. Unmittelbar an das Kastell schloß sich ein Lagerdorf an. Dieses Dorf erstreckte sich auf einen Teil der Fläche des heutigen Berkach. Durch das Anwesen Lochmann, Hauptstraße 19, führte die Lagerdorfstraße. Große Mengen von Bauresten, Brandschutt, große eiserne Nägel, Reste von Gefäßen, Mühlsteine, Münzen usw., weisen darauf hin, daß zu beiden Seiten dieser Straße Häuser (vermutlich Fachwerkbauten) standen. Die Bewohner dieser Häuser waren zum größten Teil altgediente Soldaten, die hier seßhaft wurden und deren Aufgabe darin bestand, die Besatzungen des Kastells mit Lebensmittel zu versorgen. Aus diesem Grunde muß zu dieser Zeit schon Ackerbau betrieben worden sein. In unmittelbarer Nähe des Kastells lagen zwei wichtige Kreuzungspunkte zweier Straßen. Es handelte sich um die Römerstraße, die von Nierstein nach Dieburg führte, und um die "Steinerne Straße", die von Mainz in den südlichen Odenwald führte. Diese Straßen führten auch durch den Neckarsumpf. Zu diesem Zwecke baute man Pfahlstraßen, die aus senkrecht in den Sumpf gerammten Pfählen, die mit waagerecht aufgelegten Stämmen verbunden wurden, bestanden. Im Jahre 375 nach Chr. gaben die Römer das Kastell auf und zogen ab.

* http://www.berkach.de/neu/?page=hist

* http://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/39950525/die-roemer-im-hessischen-ried_fofra_1-12.pdf


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This object was added by Gunther Haarstark M.A. on 2013-03-06. Last update by Randal Gilbert on 2016-05-09. Persistent URI: http://vici.org/vici/13475 . Download as RDF/XML, KML.
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